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Los 1088Biblia germanica
Biblia. Das ist: Die gantze heylige Schrifft, Teutsch.
Auktion 127
Schätzung
7.500€ (US$ 8,523)
Biblia germanica. - Biblia. Das ist: Die gantze heylige Schrifft, Teutsch. D. Mart. Luther. 4 Teile in 1 Band. 20 Bl., 316 num. Bl.; 216 num. Bl.; 370 num. Bl., 2 Bl; 82 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Titelbordüren, großer Holzschnittvignette und 141 teils später, unfachmännisch ankolorierten Textholzschnitten von J. Bocksperger und J. Amman ohne das Holzschnitt-Porträt. Titel in Rot und Schwarz. 35 x 23,5 cm. Leder d. Z. (berieben, mit kleinen Fehlstellen und Kapitale mit teils hinterlegten Einrissen) über Holzdeckel und 7 Bünden mit 8 Messingbeschlägen und zwei Messingschließen. Frankfurt, (Georg d. Ä. Rab, Erben W. Han und S. Feyerabend), 1569.
VD16 ZV 1505. Heitz Tafel XXXV, Nr. 34. Vgl. Schmidt 245-247. – Frühe seltene Ausgabe aus der Offizin von Georg Rab, W. Han und S. Feyerabend. Erstmals im Jahre 1564 in der Offizin von S. Feyerabend erschienen. Enthält das Alte und Neue Testament, "Die Propheten all deutsch" und "Biblisch Namen und Chronick Buch". Mit den vereinzelt monogrammierten Holzschnitten von J. Bocksperger und Jost Amman (1539-1591). "Die tiefe Verbundenheit des Künstlers mit dem Text offenbart sich besonders im alten Testament auf Schritt und Tritt. Es ist ein echtes Suchen nach konkreter Vorstellung der heiligen Geschichte, die turmhoch über dem hohlen Pathos der späteren Bibelillustration steht. Die von Jost Ammans Künstlerhand selber geschnittenen Bilder ... gehören zu den besten Bibelillustrationen, die uns der alte Protestantismus hinterlassen hat." (Schmidt). – Titel knapp beschnitten und auf Papier aufgezogen, Porträt und zwei Blätter der Vorrede als moderne Kopie eingebunden. Vereinzelte Seiten verstärkt, insgesamt etwas braun- und fingerfleckig, etwas feuchtrandig, vereinzelt mit kleineren Einrissen und hs. Notizen. Dritter Titel mit größerer Fehlstelle (rechte untere Ecke), Blatt 292 mit größerer Fehlstelle.
Los 1219Biblia germanica
Biblia, mit der Ausslegung
Auktion 127
Schätzung
750€ (US$ 852)
Biblia germanica. Biblia, mit der Ausslegung. Das ist: Die gantze Heilige Schrifft, Altes und Neues Testaments, D. Martini Lutheri. Mit einer kurtzen, jedoch gründlichen Erklärung dess Textes, D. Lucae Osiandri ... 3 Teile in 1 Band. 20 Bl., 373 S., 6 Bl., 251 S., 7 Bl., 244 S., 5 Bl. Mit 3 gestochenen Titeln, gestochene und gefaltete Kupfertafeln und 1 (von 2) Kupferkarte. 42 x 27 cm. Schweinsleder d. Z. (berieben und fleckig, oberes Kapital mit kleinen Einrissen) mit 8 Messingbeschlägen und zwei Messingschließen. Lüneburg, C. J. Stern, 1711.
Dumrese I, 113. Graesse I, 379 (Anm. zur Ausg. 1672). Vgl. Reinitzer, Nr. 193 u. Abb. 200. Nicht bei Darlow-Moule. – Hübsche Ausgabe der "Osianderbibel", mit einer Mittelmeer-Karte und einer mehrfach gefalteten Ansicht von Jerusalem. – Vorsatz mit hs. Brief und fünf roten Siegeln, erstes weißes Blatt mit hs. Notizen. Insgesamt papierbedingt gebräunt, etwas braun- und fingerfleckig, mit Randläsuren und vereinzelt etwas feuchtrandig.
Los 1218Biblia germanica
Biblia, das ist: Die gantze heilige Schrifft alten und neuen Testaments
Auktion 127
Schätzung
180€ (US$ 205)
BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, das ist: Die gantze heilige Schrifft alten und neuen Testaments. 3 Teile in 1 Band. 52 Bl., 336 S.; 226 S., 20 Bl.,; 160 S. Mit gestochenem Frontispiz, Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 22 Kupfertafeln und 4 Kupferkarten. 22 x 13 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (etwas berieben, Rücken mit Einrissen und Fehlstelle) mit dreiseitigem punziertern Kopfgoldschnitt. Wittenberg und Frankfurt, B. C. Wust, 1682.
Die deutsche Bibel stammt aus der Offizin von Balthasar Christoph Wust (1630-1704), der den Verlag seines Vaters bis zu dessen Tode fortführte. – Etwas stock- und braunfleckig, teilweise mit Randläsuren Innensteg am Frontispiz etwas geöffnet.
Los 717Biblia germanica
Das naw testament nach lawt der Christlichen Kirchen bewerten text
Auktion 125
Zuschlag
10.000€ (US$ 11,364)
Erste Ausgabe der ersten antilutherischen Bibelübersetzung
Biblia germanica. - Das naw testament nach lawt der Christlichen kirchen bewerten text, corrigirt, und widerumb zu recht gebracht. 1 (statt 4) nn., CXCVI Bl. Titel in Rotdruck. Mit szenischem Titelholzschnitt und 27 (statt 28) zumeist blattgroßen Textholzschnitten sowie einigen figürlichen Holzschnittinitialen. 30,5 x 20 cm. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben und etwas beschabt, Gelenke angeplatzt, Kapitale bestoßen, VDeckel gelockert, Deckelbezüge mit Kratzspuren, ohne die Schließen; datiert und monogrammiert: "V 1525 K"). (Dresden, Wolfgang Stöckel, 1527).
VD16 B 4374. STC 111. Darlow-Moule II,1, 4191. Bibliotheca biblica, Verzeichnis einer sehr bedeutenden Bibelsammlung, Köln 1843, S. 11. ADB VI, 96f. NDB IV, 488 f. Panzer, Geschichte der römisch-katholischen Bibelübersetzung. Nürnberg 1781, S. 34f. Nagler, Monogrammisten, III, 94. – Erste Ausgabe der antilutherischen Bibelausgabe von Hieronymus Emser (1478-1527). Von Herzog Georg von Sachsen in Auftrag gegebene Übersetzung, "durch Text, Vorreden, Glossen, Buchformat und Bildausstattung ist sie der katholische Gegenentwurf zu Luthers 'Septembertestament' und den ihm folgenden Editionen ... Emsers heftige Abneigung, sein Haß gegenüber den Lutheranern kann nicht verbergen, wie sehr die Reformation auf ihn und die alte Kirche bereits gewirkt hat. Bei aller Ablehnung war es nicht mehr möglich, die Heilige Schrift unübersetzt zu lassen und eine 'Reformation der Reformation' auf dem Verordnungswege durchzuführen. Die Macht des Faktischen ging so weit, daß Herzog Georg und Emser es nicht wagen konnten, eine ganz unillustrierte Bibel zu edieren" (Reinitzer 111). So wurden auf Drängen Emsers Lukas Cranachs Holzstöcke zu Luthers Neuem Testament (1522) mit den polemischen Illustrationen zur Offenbarung erworben, zwar in der leicht entschärften Form der Dezemberausgabe (die Papstkronen in drei Bildern waren getilgt worden), dennoch wurde damit auch dem katholischen Publikum der Fall Babylons als der Untergang Roms dargestellt und Herzog Georg selbst ist im 9. Bild als gegen das Volk wütender Löwenreiter porträtiert (vgl. Schmidt, Illustration der Lutherbibel S. 93 ff.). Lediglich zwei Cranach-Holzschnitte (Nr. 5 und 6 der insgesamt 21 Bilder umfassenden Folge) konnten offenbar nicht mehr beschafft werden und wurden ersetzt durch kleinere Illustrationen Georg Lembergers, der auch die weiteren Holzschnitte beisteuerte. "Luther's famous antagonist Hierome Emser brought out this version of the N.T." (Darlow-Moule). "In seiner Polemik konnte er doch nicht schweigen und folgte gern der Aufforderung seines Herzogs und des Bischofs von Merseburg, an Luther's Übersetzung des Neuen Testaments Kritik zu üben. In einer Schrift vom Jahr 1523 wollte er Luthern nicht weniger als 1400 Fehler und ketzerische Irrthümer in seiner Uebersetzung nachgewiesen haben ... Im Jahr 1527 gab er selbst eine Übersetzung heraus. Sie erwies sich als ein großartiges Plagiat der lutherischen, in der nur hin und wieder Veränderungen nach der Vulgata vorgenommen sind. Trotzdem erlebte sie eine große Zahl von Auflagen" (ADB). – Es fehlen drei Blatt der Vorstücke, darunter einer der blattgroßen Holzschnitte. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, anfangs mit Braunfleck in der oberen rechten Ecke, erste Blatt mit Wurmspuren im weißen Rand, zwei Textblatt zu Beginn mit grünem Farbfleck und Anstreichung in Rot im Seitenrand. Seitenschnitt mit Blattweiser. Gut erhaltenes Exemplar im datierten und monogrammierten Einband ("V 1525 K"). – Beigebunden: Augustinus von Hippo. Quattuor libri de Doctrina Christiana: omnibus qui sacrã scripturã. Vel recte intelligere vel fructuose predicare volũt. 57 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Titelholzschnitt. (Leipzig), Melchior Lotter, Mai 1515. - VD16 A 4195. STC 53. Nicht bei Adams. - Nach der Kölner Inkunabelausgabe von Bartholomäus de Unkel der zweite Separatdruck von Augustinus' Lehrbuch, in welchem er Anweisungen zur korrekten Auslegung der Bibel liefert. Die Edition besorgte der Humanist Johannes Böhm (um 1485-1534). - Etwas fleckig, wenige Blatt leicht gebräunt, Blatt K1 lose, die Schlusslage gelockert, die letzten beiden Blatt mit Wurmspur im weißen Seitenrand. Vor allem zu Beginn mit zahlreichen zeitgenössischen Annotationen. Schöner Antiquadruck.
Los 703Biblia germanica
Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483
Auktion 125
Zuschlag
240€ (US$ 273)
Biblia germanica. Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. 32 Zeilen bzw. verso 51 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 32 x 18,5 cm. Format: 38,5 x 25,5 cm. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483.
GW 4303. Hain 3137. – Einzelnes Blatt aus "Biblia germanica" aus der Offizin A. Koberger (1440-1513). Der kolorierte Holzschnitt zeigt Eli, dem der Tod seiner Söhne verkündet wird; im Hintergrund tragen die Philister die Bundeslade fort. – Leicht stockfleckig mit winziger Fehlstelle am Außensteg (Text nicht betroffen), sonst sehr gutes einzelnes Blatt mit hübsch koloriertem Holzstich.
Los 380Biblia germanica
Sacra Biblia - Das ist: Die ganze heilige Schrifft
Auktion 124
Zuschlag
220€ (US$ 250)
Biblia germanica. - Sacra Biblia. Das ist: Die ganze heilige Schrifft alten und neuen Testaments nach der letzten römischen Sirtiner Edition ... 32 Bl., 654 S., 278 S., 243 S., 1 Bl. Mit gestochenem Titel, 2 Holzschnitt-Vignetten auf denTiteln, zahlreichen Holzschnitt-Initialien und 25 Kupfer-Tafeln v. E. Nunzer und Joh. Alex. Boener. 36,5 x 24 cm. Leder d. Z. (beschabt, bestoßen, mit Fehlstellen am oberen Kapital und am Rückengelenk) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Bamber, Abraham von Werth für Johann Ziegern und Georg Lehmann, 1701.
VD18 14792400. Bibelsg. d. WLB Stgt., E1013. Strohm E 1013. – Die dritte Ausgabe von Caspar Ulenberg (1548-1617) übersetzt mit den hübschen Heiligen Darstellungen von Engelhard Nunzer (1661-1733) und Johann Alexander Boener (1647-1720). – Vortitel und gestochener Titel etwas gelöst, teils braun-, feucht- und fingerfleckig, mit Randläsuren und umgeknickten Ecken.
Los 320Biblia germanica
Das Newe Testament, Verdeudscht durch Luther
Auktion 124
Zuschlag
10.000€ (US$ 11,364)
Fürstliches Exemplar des späteren sächsischen Kurfürsten Christian I. in Künstlerkolorit von Johannes Schnelboltz
Biblia germanica. - Das Newe Testament, Verdeudscht durch Luther. Mit den Summarien M. Viti Dieterichs. 367 num. Bl. (recte 347; Bl. 202-221, 305, 306 in Foliierung übersprungen, Bl. 257 und 258 doppelt gezählt), 1 w. Bl. Titel mit kolorierter, goldgehöhter Holzschnitteinfassung und Holzschnitt-Porträt Luthers, 95 kolorierte und goldgehöhte Textholzschnitte. 25 x 18 cm. Reich gold- und blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Goldprägung nur minimal abgerieben, etwas abgegriffen, kaum fleckig, ohne die Bindebänder) über 4 Bünden mit einst dreiseitig gefärbtem Grünschnitt. Wittenberg, (Johann Schwertel), 1575.
VD16 B 4475. – Prachtexemplar des separat erschienenen Teils von Schwertels Vollbibel von 1575 mit fast hundert feinsten Holzschnitten, hier in besonders schönem Altkolorit, das von Johannes Schnelboltz stammt, der in der Einfassung des Titelporträts in Gold signiert hat. Dort steht in winzigen Buchstaben: "JOHANNES · SCHNELBOLTZ · Illuminist zu Wittenberg / ANNO DOMINI · 1·5·7·6" (vgl. Nagler XVII, 384 u. Thieme-Becker XXX, 201). Hans Schnellbolz stand laut Nagler in Berlin als Illuminierer in Diensten des Buchdruckers Thurneisser; später war er nach unserer Angabe offenbar in Wittenberg tätig. - Den Einband fertigte nach Haebler der Wittenberger Buchbinder Frobenius Hempel bzw. dessen Nachfolger. Schönes altkoloriertes Exemplar der seltenen Ausgabe aus der Bibliothek des späteren sächsischen Kurfürsten Christian I. – Vorsatz mit späterem Eintrag. Gleichmäßig papierbedingt leicht gebräunt, aber kaum braunfleckig oder fingerfleckig, durchgehend sehr sauberes und bemerkenswert frisches Exemplar in einem außergewöhnlich schönen Goldprägeeinband aus fürstlichem Besitz des Herzogs Christian zu Sachsen und späteren Kurfürsten Christian I. (1560-1591) aus der albertinischen Linie der Wettiner. Die Deckel sind mit einer blindgeprägten Rolle aus Blattranken sowie Tugendrolle "Fides-Prudentia-Temperantia-Caritas-Spes FH" (Haebler I, 172, 1) geprägt. Der innere Rahmen aus vergoldeter Blattrankenrolle, hinten als Mittelstück das vergoldete kursächsische Wappen in Arabeskenkartusche, umgeben von Goldfleurons, im Mittelfeld des Vorderdeckels zwischen vergoldeten Ornamentleisten und Fleurons die goldgeprägte Widmungsinschrift "Dem Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten und Herrn/ Herrn Christiano/ Hertzogen zu Sachsen/ Landgrauen in Düringen/ Marggrauen z Meissen/ und Burggrauen zu Magdeburg etc.", darunter das Jahr "1576". Herzog Christian bekam die Bibel also als Geschenk wohl zu seinem 16. Geburtstag überreicht.
Los 2494Biblia germanica
Biblia beyder Allt und Newen Testaments Teutsch
Auktion 123
Zuschlag
7.000€ (US$ 7,955)
Biblia germanica. - (Biblia beyder Allt und Newen Testaments Teutsch). Teil II (von 2) mit dem Neuen Testament. LXXVI num. Bl. Mit zahlreichen, 5-14-zeiligen Holzschnitt-Iniitialen und 46 großen, spaltenbreiten Textholzschnitten von Anton Wönsam von Worms. Ca. 30 x 18 cm. Worms, Peter Schöffer d. J., 1529. - Als Durchschuss eingebunden in: Novum Iesu Christi Testamentum. Sebastiano Castellione Interprete. 1 Bl., 404 Sp., 32 nn. Bl. Mit großer wdhl. Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss. 34 x 21,5 cm. Reich blindgeprätes Schweinsleder (leicht geworfen, gewellt, fleckig, abgegriffen und etwas angeschmutzt, beschabt und bestoßen) über 4 Bünden mit oxidiertem Monogramm und Jahreszahl "IVZ 1623", Rotschnitt. Basel, Peter Perna, 1573.
1) VD16 B 2681. STC 89. Drescher-Pietsch 140. Muther, Bilderbibeln, 99 bzw. 2) VD 16 B 2638. Darlow & Moule 6159. Adams B1083. Strohm D 814. Lüthi 4. – 1) Das vollständige, eigens foliierte Neue Testament mit den Büchern aller Vier Evangelisten bis zur Offenbarung in Peter Schöffers Wormser Bibel, eingeschossen an den entsprechenden Stellen in die Bibel als sog. "Kombinierte Bibel". Die bemerkenswert seltene Wormser Bibel in zweispaltigem Druck der Schöfferschen Offizin ist mit großen kalligraphischen Kanzlei-Initialen und den prachtvollen Holzschnitten des Anton Wönsam von Worms (ca. 1476-1541) illustriert, "welche jedoch größtentheils schon in der bei Peter Quentel in Cöln 1527 erschienenen lateinischen Bibel, sowie in der von 1528 bei ihm erschienenen Octavausgabe der Emser'schen Übersetzung des Neuen Testaments verwendet" worden waren (Muther). Panzer wiederum weist auf die reiche Literatur über die Wormser Bibel hin, widerlegt die gegenteiligen Behauptungen und führt den Nachweis, daß ihr Text eine Umformung des alemannischen Textes der Zürcher Ausgabe in 'gemeyne Teutsche sprach' darstelle. Sie enthalte also wie diese A1-3 und N in Luthers Übersetzung, die Propheten dagegen in der Überragung der Prädikanten zu Zürich, die Apokryphen in der Leo Juds. Panzer beansprucht auf grund dessen für die Wormser Bibel mit Recht einen Platz in der Bibliographie der deutschen Bibeln Martin Luthers" (Panzer 274, II).
Das Neue Testament folgt, ohne ein eigenes Titelblatt oder einen Zwischentitel direkt nach Blatt CCLXXXVII der Propheten des Alten Testaments - mit einer neuen römischen Foliierung Blatt I und durchgehend bis Blatt LXXVI (Lagen Aa1-Mm6). Das umfasst die hier für den Einschuss gebrauchten ersten fünf Bücher des Neuen Testaments (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes, -Apostelgeschichte), ferner die Briefe bis zur Apokalypse. Gegenüber der Gesamtpublikation der Bibel fehlen somit das Alte Testament mit den Propheten (Titel, CCLXXXVII Bl.) sowie die letzten nn. 12 Bl. mit der "Auslegung der Dunklen Wörter".
Das erste Blatt mit mehreren zeitgenössischen und wenig späteren Einträgen, teils in Rot, hin und wieder Unterstreichungen in Schwarz und Grün, Durchstreichungen und Bearbeitungsspuren, Fingerflecken. Einige Braunfleckchen, teils etwas gebräunt, Gebrauchsspuren. Das letzte Blatt im unteren weißen Drittel abgeschnitten und alt auf ein weißes Blatt montiert (ohne Textverlust). Das Schöffer-NT wurde Anfang des 17. Jahrhunderts zu einer Studienausgabe, zu einer sogenannten kombinierten Bibel zusammengebunden, indem sie in den NT-Korpus einer von Sebastian Castellio (1515-1563) kommentierten lateinischen Bibel zwischengebunden wurde. So konnte der Text parallel deutsch-lateinisch studiert werden.
2) (Biblia sacra, ex Sebastiani Castalionis postrema recognitione. Cum annotationibus eiusdem, & historiae supplemento ab Esdra ad Machabæos, inde usque ad Christum, ex Iosepho. Index præterea novus, & is quidem locupletissimus). Teil II (von 2) mit dem "Novum Iesu Christi Testamentum". Nicht vorhanden ist hier also der erste Teil mit dem Alten Testament (8 nn. Bl., 1446 Sp.). Es handelt sich um die vierte Ausgabe der Castalionis-Bibel. Dieser, auch unter Châteillon geführt, war ein Saint-Martin-du-Frêne geborener Humanist, der als Philosoph und protestantischer Theologe sich jedoch gegen Johann Calvin gerichtet hatte. - Titelblatt mit Randabschnitt zu einem Sechstel (ohne Textverlust), einige ältere Anmerkungen, Unterstreichungen, Durchstreichungen und sonstige Gebrauchsspuren, allerdings nur ganz vereinzelt fleckig oder fingerfleckig, wenige alte Rissklebungen auf dem letzen Blatt, das verso auch etwas stärker angestaubt ist. – Am Schluss sind 84 Blätter kostbarstes, unbeschriebenes Büttenpapier einer Mühle vom Anfang des 17. Jahrhunderts eingebunden mit Wasserzeichen "HPS" sowie ein riesig großes Allianzwappen mit Delphin und Pelikan.
Los 2496Biblia germanica
Das ist die gantze heilige Schrift
Auktion 123
Zuschlag
2.000€ (US$ 2,273)
Biblia germanica. - Biblia, Das ist: die gantze heilige Schrift teudtsch. D. Martin Luther. Teil I-III in 1 Band. 18 Bl., 251 num.; 1 nn., 170 num.; 120 num., 2 Bl. Mit 3 (1 teilkoloriert) großen, vierschenkligen, figürlichen Holzschnitt-Bordüren auf den Titeln, 2 Holzschnitt-Druckermarke am Schluss des II. und III. Teils, ganzseitiges Holzschnitt-Porträt vom Herzog zu Wittenberg sowie 141, teils ganzseitigen Textholzschnitten von Jost Amman. 35,5 x 25,5 cm. Braunes, blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, teils mit Fehlstellen und oberes Kapital mit Einriss) über Holzdeckel und 6 Bünden mit Messingbeschlägen (leicht oxidiert) und 2 Messingschließen. Frankfurt, Johann Feyerabend, 1582.
VD16, B 2795. Vgl. Bibelsammlung Württ. Landesbibl. E 519. Schmidt S. 264 f. Oertel S. 81f. Reinitzer 160. Adams 1180. STC 90. – Frühe Ausgabe aus der Offizin von Johann Feyerabend (1550-1599) als großformatigen Druck. Mit den bemerkenswerten und hier teils sehr gratigen Drucken von Jost Amman (1539-1591). Darstellt sind zahlreiche Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie "Die Propheten". – Titel lose, papierbedingt gebräunt, etwas stock-, braun- und fingerfleckig, vereinzelt leichte Knickspuren und Randläsuren. Exlibris auf dem Vorsatz. Mit hübschen und gratigen, teils etwas beriebenen Drucken. Im schönem Schweinslederband.
Los 1235Biblia germanica
Das new Plenariu(m) oder ewangely buch/ so inhaltet alle Ewa(n)gelien vnd Epistelen
Auktion 122
Zuschlag
4.400€ (US$ 5,000)
Die letzte Ausgabe von Petris Plenarium, altkoloriert, das Exemplar des Robert Hoe
Biblia germanica. - Das new Plenarium oder ewangely buch, so inhaltet alle Ewangelien und Epistelen des gantzen iars, sampt alles gesangs aller messen, von der heiligen kilchen angenommen, in ordenung besunders, wie am ersten blat verzeichnet, fast nutzbar und tröstlich eines yeden christen menschen zu wissen. Sommer- und Winterteil. 8 nn. Bl., 278 num. Bl. Mit breiter kolorierter Holzschnitt-TBordüre sowie 7 (2 wdhl.) fast ganzseitigen kolorierte Textholzschnitten, 55 spaltenbreiten kolorierten Textholzschnitten und ca. 75 kleineren kolorierten Textholzschnitten und zahlreichen, ebenfalls meist kolorierten Holzschnitt-Initialien. Titel in Rot und Schwarz. 29,9 x 20,2 cm. Rotes Maroquin des 19. Jahrhunderts (Kanten berieben, an Gelenken gebrochen und eingerissen, von innen mit Klebestreifen stabilisiert) mit goldgeprägtem RTitel sowie Rücken-, Deckel-, Steh und Innenkantenvergoldung sowie mit dreiseitigem Goldschnitt (signiert "F. Bedford") in weinrotem modernem Pappschuber. Basel, Adam Petri, 1522.
VD16 E 4464. Dodgson II, 31f., 79-84. Graesse V, 336f. Hieronymus 1997, 33. Müller 1997, 12 (Holbein). Muther 907. Oldenbourg, Schäufelein, L 109. Panzer, Annalen II, 61, 1278. Pietsch, Ewangely, 48f., U5. Vgl. Hollstein, German XI, S.82ff. Nicht bei Adams, Stockmeyer-Rebernicht, Heckethorn und nicht in STC. - Zum Buchbinder siehe Ramsden, London, 36. – Vierte Ausgabe. Adam Petris erstmals 1514 gedrucktes, reich illustriertes Plenarium in deutscher Sprache war eine "Art Volksbuch" und entsprechend erfolgreich. Bereits 1516 hatte er eine zweite, 1518 die dritte Auflage herausgebracht. Parallel dazu druckte er ab 1517 "viele Schriften Luthers und seiner Zeitgenossen" (Benzing 33): Die Überschneidung dieses reformatorischen Programms mit dem - noch gut katholischen - Plenarium ist durchaus charakteristisch für die konfessionelle Durchlässigkeit in den Anfängen der Reformation. 1522 erschien die hier vorliegende vierte Ausgabe - sie sollte allerdings die letzte sein, abrupt setzte nun die Reformation "dieser Art der kirchlichen Literatur in allen Ländern ein Ende" (LGB III, 27). Mit Petris letztem Druck wurde der Begriff "Plenarium" historisch: Noch einmal tritt er in dem doppelten Titel Das new Plenarium oder Evangely buch auf, dann "scheint der lateinische Buchtitel erloschen zu sein; an seine Stelle tritt der Name Ewangeli buch (…) und endlich allgemein der Titel Postille" (Wetzer-Welte X, 104). Die Ausgabe von 1522 "enthält mit Ausnahme einiger kleiner Abweichungen die gleichen Holzschnitte" (Hieronymus) wie die früheren Drucke, zumeist von Hans Schäufelein. – Die Holzschnitte sind dezent und wohl zeitgenössisch in den sparsamen Farben, Rot- und Grüntönen koloriert. Einige Blätter mit Wurmloch im weißen Rand, vereinzelte Anmerkungen in alter Handschrift, Blatt CCLI und CCLII mit wieder angesetztem Eckabriss. Auf dem Spiegel das Exlibris des bekannten amerikanischen Sammlers und Bibliophilen Robert Hoe (1839-1909); dessen Auktion, New York, 17.1.1912, Nr. 2702. Das noble Erscheinungsbild des schön erhaltenen Exemplars prädestinierte es als Objekt der Bibliophilie. Den dekorativen Einband schuf der Londoner Buchbinder Francis Bedford (1800-1884), der seine Werkstatt 1841 eröffnet hatte.
Los 1236Biblia germanica
Das neu Testament mit gantz nutzlichen vorreden
Auktion 122
Zuschlag
38.000€ (US$ 43,182)
Das Neue Testament mit den Holzschnitten Burgkmairs
und die Erstausgabe der deutschen Bibelkonkordanz
Biblia germanica. Das neu Testament mit gantz nutzlichen vorreden und der schwäresten örter kurtze aber gute außlegung. (Übersetzt von Martin Luther). 2 Teile in 1 Band. 18, CCVI num. Bl.; 108 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Titeln von Hans Schäufelein und von Hans Baldung Grien, 21 großen Textholzschnitten von Hans Burgkmair, sowie figürlichen, teils wdh. Holzschnitt-Initialen. 31 x 20 cm. Blindgeprägtes Kalbsleder d. Z. (etwas beschabt, Ecken und Rücken teil restauriert) über Holzdeckeln mit 2 restaurierten Messingschließen. Augsburg, Silvan Otmar, 1524.
VD16 B 4335. STC 111. Darlow-Moule II/1, S. 487 (Anm.). Geisberg, 273-305. Muther 998. Zapf II, S. 170, Nr. XI. Oldenbourg, Schäuffelein L 42, mit Abb. Panzer, Annalen II, S. 244, 2124. Panzer, Entwurf, S. 94f., 7. Pietsch 25. Städtische Kunstsammlungen Augsburg, 131-145. Vgl. Schmidt 1962, S. 128ff. (Ausgabe 1523). Vgl. Volz, Abb. 371f. (Ausgabe 1523). Nicht bei Adams. Nicht bei Delaveau-Hillard. Zum Einband: Vgl. De Marinis 1966, 124. Mazal 1990, Abb. 73. Schunke-Rabenau I, S. 148, 7, und II, S. 269. – Dritte Ausgabe, der Offizin bei Augsburg bei Silvan Otmar. Luthers auf der Wartburg entstandene Übersetzung des Neuen Testaments erschien erstmals im September 1522 in Wittenberg.
Die Holzschnitte Cranachs zum Wittenberger Druck dienten der eindrucksvollen Bildfolge Hans Burgkmairs zur Offenbarung des Johannes zwar als Vorbild, doch ist sie durchaus eigenständig und zeigt zahlreiche abweichende Bildideen. So steht etwa "ain weib mit der sonnen beklaidet, und der Mon under iren füssen" nicht wie bisher üblich auf der Mondsichel, sondern auf einem Vollmond mit Gesicht. Die Apokalypse ist der einzige eigentlich illustrierte Text in dieser Ausgabe, ansonsten beschränkt sich die Illustration auf die großen figürlichen Initialen zu Beginn der biblischen Bücher, die verschiedene Darstellungen der Evangelisten zeigen. – Papierbedingt etwas gebräunt. Vorsätze etwas leimschattig und teils etwas stock- und fingerfleckig sowie vereinzelt mit kleinen Wurmlöchern. Selten und mit sehr schönen Holzschnitten. – Beigebunden: (Schott, Johann). Concordantz des Newen Testaments zu teütsch. Aller Evangelischer Sprüch ußzugk nach ordnung des Abc. kurtz und fleisszig Registers weiß vervasszt. Straßburg, Johann Schott, 1524. - VD16 S 3995. STC 124. Kristeller, Straßburger, 466. Muther 1511. Oldenbourg, Baldung Grien L 182. Panzer, Annalen II, S. 251, 2156. Reinitzer, 174 (mit Abb.). Ritter 573. Schmidt, Schott 85. Volz 1978, Abb. 61f. Nicht bei Adams. - Erste Ausgabe. Nur 10 Tage nach Otmars Neuem Testament druckte Johann Schott am 17. Juni 1524 in Straßburg die erste Ausgabe einer deutschen Konkordanz zum Neuen Testament und gleichzeitig die erste deutsche Bibelkonkordanz überhaupt. Dass er nicht nur der Drucker war, sondern das Werk auch selbst zusammenstellte, geht aus seinem Vorwort auf der Rückseite des Titelblatts hervor. Die schöne, figurenreiche breite Titelumrahmung von Hans Baldung Grien zeigt oben den Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies, an den Seiten Kains Brudermord und die Aufrichtung der Ehernen Schlange durch Moses in der Wüste, am Fuß das verhinderte Opfer Abrahams an Isaak.
Los 1234Biblia germanica
Teutsch Ewangely und Epistel. Mit sampt Vil Hailßamer Leer, Vnnd Underweisungen, Vom Latyn in besser teutsch Gebracht
Auktion 122
Zuschlag
4.000€ (US$ 4,545)
Deutsche Evangelien und Epistel von Thomas Anshelm, mit kolorierten Holzschnitten aus der Schäufelein-Werkstatt
Biblia germanica. - Teutsch Ewangely Und Epistel. Mit sampt Vil Hailßamer Leer, Unnd Underweisungen, Vom Latyn in besser teutsch Gebracht, Unnd mit Lustigen Figuren Vor Mals nie gesehen, New Getruckt, Den Laien gantz Verdienlich. 6 num. Bl., Bl. 13-66, 68-115, 117-149, 1 nn. Bl. (es fehlen 2 Bl., Bl. 67 und 116). Mit architektonischer Holzschnitt-Titelrahmung sowie 67 (statt 69) Holzschnitten und 56 (statt 58) Druckermarken, alles in Holzschnitt, durchgehend mit Paragraphenzeichen gedruckt. Titel in Rot und Schwarz. 29,3 x 19 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (leicht geworfen, fleckig, etwas beschabt und Kerbe im Porträt, beschabte Ecken mit Papier überklebt, Hinterdeckel mit geringfügigen Wurmspuren, Schließbändchen entfernt). Hagenau, Thomas Anshelm und Johann Albrecht, 1516.
VD16 E 4461. Benzing, Bibliographie haguenovienne 45, 3. Dodgson II, 7, 4 und S. 34f. Muther 911. Ritter 826. Oldenbourg, Schäufelein, 125ff. Panzer, Annalen I, 385f., 831. Vgl. Passavant III, 230, 35. Pietsch, Ewangely, 49, V (gibt falsch 150 Bl. an). Nicht in STC. Nicht bei Adams und Proctor. – Eine der am reichsten und schönsten illustrierten Bibelausgaben vom Anfang des 16. Jahrhunderts aus der Hagenauer Offizin von Thomas Anshelm und Johann Albrecht. Thomas Anshelm (um 1470-1524) war "neben Froben der bedeutendste humanistische Buchdrucker in Deutschland" (NDB I, 312). Zu Wohlstand kam er allerdings "durch den guten Absatz gangbarer Gebrauchsbücher" (Port 129), zu denen auch die hier vorliegenden Teutsch Ewangely Vnd Epistel gehören. Damit fanden die biblischen Texte ihren Weg aus der heiligen Messe in die Hände der lateinunkundigen "Laien", die im Titel direkt angesprochen werden. Im Vorfeld der Reformation wurde dieser Buchtyp "immer mehr zu einer Art Volksbuch" (LGB III, 27).
Zu Popularität verhalf der Gattung auch ihre reiche Bebilderung. Während der Text dieser Hagenauer Ausgabe "mit den vorhergehenden Straßburgischen von 1512 und 1513" bis auf "einige Veränderungen, oder Verbeßerungen" (Panzer) übereinstimmt, wurde die Bilderfolge eigens für diese Ausgabe geschaffen. Imponierend und verspielt zugleich ist schon die Titelumrahmung: Sie zeigt eine von korinthischen Säulen flankierte Bogenöffnung, unter der zwei Putten einen kleinen Bären mit einer Frucht zu locken versuchen. Sie wurde "früher Baldung zugeschrieben" (Oldenbourg, S. 129), stammt aber wohl von dem gleichen Meister wie die übrigen Holzschnitte, die meist mit dem Monogramm IS in einer Schaufel signiert sind. – Ohne Blätter L1 (67) und T2 (116). Die Foliierung springt von Nr. 6 auf 13, aber so richtig. Holzschnitte in feinem, zurückhaltendem Kolorit mit dezenter Wirkung. Papier durchgehend angestaubt, fingerfleckig und feuchtrandig, recht zahlreiche Blätter mit meist ergänzten Randfehlstellen, 2 Blätter fehlen. Provenienz: Auf dem Vorderdeckel des 1586 datierten Einbands die Initialen "I W A", möglicherweise ein katholischer Augsburger Patrizier. Auf dem Titel: "Bibl. Conv. Schill.", entweder Kloster Zschillen, später Wechselburg, in Sachsen, Kloster Schillingskapellen bei Bonn oder aber das mainfränkische Kloster Schillingsfürst. - Auf vorderem Vorsatz und hinterem Innendeckel Einträge des deutsch-englischen Malers Carl Haag (1820-1915) in London. Auf dem Spiegel längerer buchkundlicher Eintrag eines englischen Antiquars um 1960/70.
Los 1237Biblia germanica
Das Alte Testament mit fleyss verteutscht.
Auktion 122
Zuschlag
8.500€ (US$ 9,659)
Frühe Ausgabe von Luthers Übersetzung des Alten Testaments mit dem einzigen Dürer-Holzschnitt in der Geschichte der Bibelillustration
Biblia germanica. Das Alte Testament mit fleyss verteutscht. 3 Teile in 1 Band. 5 (statt 6) num. Bl. (das le. w.), 106 num. Bl.; 140 (statt 142) num. Bl.; 70 num. Bl. Mit 3 blattgroßen Titelholzschnitten, 65 Textholzschnitten und zahlreichen, teils figürlichen Holzschnitt-Initialen. 36,2 x 25 cm. Blindgeprägtes deutsches Schweinsleder d. Z. (stellenweise aufgehellt, stärkere Schabpuren, Bezug in den Rändern teils eingerissen und gewellt) über Holzdeckeln. mit 1 (von 2) Messingschließe. (Nürnberg, Friedrich Peypus), 1524.
VD16 B 2677. STC 92. Brunet I, 899f. ("édition très rare"). Darlow-Moule II, 1, 487 (Anm.). Delaveau-Hillard 1479. Dodgson I, 377, 26. Ebert 2172. Graesse I, 377. Panzer, Annalen II, 240, 2111. Panzer, Entwurf, S. 185ff., 1. Vgl. Reinitzer 117. Pietsch 42-44. Strohm E 122. Illustrationen: Meder,183, 2b (Dürer). Muther 1182. Röttinger 1925, 34. Nicht bei Adams. – "Septemberbibel" in Luthers legendärer Übersetzung. Dieser Nachdruck von Luthers Bibelübersetzung aus dem Jahr des Erstdrucks ist sehr selten. Er ragt durch seine Bildausstattung, insbesondere durch das große Kanonbild von Albrecht Dürer zu Beginn des dritten Teils heraus. – Es fehlen drei Blätter: im 1. Teil Blatt a4 in der Vorrede und im 2. Teil die Blätter 138/139 mit Illustration zum Buch Esther. Durchgehend teils mit leichten Feuchtigkeitsspuren, Unterstreichungen und Marginalien von alter Hand in den breiten Rändern; Teil I: erste Lagen fingerfleckig, erste Bl. mit Randläsuren, Bl. a2 lose, Bl. a4 fehlt; Teil II: Bl. 138f. fehlend; Teil III: letzte Bl. mit kleineren Wurmspuren und Randläsuren, am Ende in Rot ankolorierte Initialen teils abgeklatscht.
Biblia germanica. - Biblia, Das ist, Die gantze H. Schrifft, Altes und Neues Testaments Teutsch, D. Martin Luthers: ... Von etlichen reinen Theologen, dem eigentlichen Wortverstand nach, erkläret ... Bericht von der Augspurgischen Confession. 2 Teile in 1 Band. 50 nn. Bl., 1118; 416 S., 9 Bl. Mit 4 Kupfertiteln, ganzseitigem gestochenem Wappen und einem Porträt von Herzog Ernst, 11 ganzseitigen, gestochenen Porträts sächsischer Kurfürsten, Porträt von Luther, 4 gestochenen doppelblattgroßen Karten, 2 gestochenen doppelblattgroßen Plänen und 16 (von 19; davon 3 doppelblattgroße) Kupfertafeln nach J. J. von Sandrart. 42,5 x 28 cm. Strukturgeprägtes braunes Kalbsleder vom Ende des 18. Jahrhunderts (wurmlöchrig, berieben, bestoßen, kaum lädiert) über abgefasten Holzdeckeln mit Blindfileten und 2 Messingschließen. Nürnberg, Christoph und Paul Endter, 1662.
WLB E 822. BMC Bible 197. Jahn 60 (fünfte Ausgabe der Weimarer Kurfürstenbibel). – Mit den beiden Plänen der Stadt Jerusalem und der doppelblattgroßen Karte vom Land Kanaan, der Reise in das gelobte Land, die Reise Pauli und der Apostel. Die doppelblattgroßen Kupfer zeigen die Arche Noah und eine Darstellung der Augsburger Konfession; auf den Kupfertafeln sind, unter anderen, Porträts von Moses, den Propheten und den vier Evangelisten abgebildet. – 3 Kupfertafeln fehlen. Innengelenke teils brüchig, kleine Bugschäden in den ersten Blättern, allenthalben meist nur leichtere Fingerflecke, gelegentliche Wurmlöchlein, gegen Ende blasse Wasserränder. Teils mit stärkeren Randläsuren (kaum Text- oder Abbildungsverlust, einige ältere Hinterlegungen). Insgesamt gutes Exemplar.
Los 1071Biblia germanica
Das Newe Testament. Nach der Dolmetschung. Vorreden und Marginalien
Auktion 121
Zuschlag
350€ (US$ 398)
BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, Das Newe Testament. Nach der Dolmetschung. Vorreden und Marginalien Doct. Martini Lutheri mit mehreren Concordantien. Besambt newer summarischer Außlegung ... durch Danielem Cramerum. Teil 3 (von 3). 16 Bl., 941 S. Mit Holzschnitt-Druckervignette und -Kopfstück auf dem Titel sowie ganzseitiger Druckermarke. 22,5 x 18 cm. Leder des 19. Jhr. (Rücken stärker berieben, am Gelenk leicht aufgeplatzt, leicht bestoßen und mit Kratzspuren) über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel, ornamentalischer Blindprägung auf Rücken sowie den Deckeln, 2 blindgeprägte Kreuze auf den Deckeln und Rotschnitt. Straßburg, Erben Lazari Zetzneri, 1619.
Vgl. Graesse I, 378. – Erste Ausgabe. – Nur der dritte Teil. Titelblatt auf Vorsatzpapier recto verklebt, stärker gebräunt mit Randläsuren und hs. Einträgen, Lagen a4 und b4 an der Bindung hinterlegt. Fleckig, durchgehend fingerfleckig, gebräunt und wurmlöchrig.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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